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Klaus Riebschläger beigesetzt

geschrieben von: Redaktion am 10.10.2009, 13:17 Uhr
paperpress572 
Man will es immer noch nicht wahrhaben, dass Klaus Riebschläger nicht mehr lebt. Dieser Mann ist denen, die ihn gut kannten, so präsent im Kopf, dass man meint, er müsse doch jeden Augenblick zur Tür rein kommen, natürlich mit einem flotten Spruch auf den Lippen. Aber, es ist nicht so und wird nie wieder so sein.
Am 23. September 2009 stürzte er mit seinem Kleinflugzeug bei Schönhagen ab. Am 9. Oktober fand in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche die Gedenkfeier statt. Es war ein würdevoller Rahmen. Neben der Familie hatten private und Parteifreunde sowie Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und die Mitarbeiter seiner Kanzlei auf den Stühlen im Kirchenschiff Platz genommen. Die früheren Regierenden Bürgermeister Klaus Schütz und Dietrich Stobbe waren unter den Gästen ebenso wie Parlamentspräsident Walter Momper, Bürgermeisterin Ingeborg Junge Reyer, Justizsenatorin Gisela von der Aue, Finanzsenator Dr. Ulrich Nussbaum und sein Vorgänger Dr. Thilo Sarrazin sowie der SPD Landes- und Fraktionsvorsitzende Michael Müller.

Die beiden Pfarrer Martin Germer und Heinrich Immel fanden tröstende Worte für die Familie und den Freundeskreis. Der Vorstandsvorsitzende der IDEAL-Lebensversicherungs a.G., Rainer M. Jacobus, Dr. Stephan Südhoff aus der Kanzlei von Klaus Riebschläger und Prof. Dr. Richard Schröder von der Werkstatt Deutschland e.V. berichteten in anschaulichen Worten über die ungewöhnliche Person des Klaus Riebschläger. Er stand im Mittelpunkt und er war der Mittelpunkt, ohne Überheblichkeit, immer menschlich und von einer strengen preußischen Disziplin geleitet. Wie er seine ganzen beruflichen, ehrenamtlichen, sportlichen und privaten Verpflichtungen unter einen Hut brachte, ist jedem schleierhaft geblieben. Und dabei erlebte man ihn nie missmutig oder schlecht gelaunt. Er war ein lebensbejahender und fröhlicher Mensch.

Wer sich in der Politik nach vorne wagt, muss mit Gegenwind rechnen. Diesen bekam er auch zu spüren. Aus dem Grunde, aus dem Klaus Riebschläger 1981 als Finanzsenator zurücktrat, würde heute niemand mehr seinen Hintern vom Stuhl erheben. Damals ging es in der so genannten Garski-Affäre um einen Kredit über 115 Millionen DM, die der Senat abschreiben musste. Heute geht es um ähnliche Summen, bloß in Euro und Milliarden, wofür sich niemand verantwortlich hält. Die schwierigen Zeiten, die Klaus Riebschläger erleben musste, bildeten den Kernpunkt des Redebeitrages von Walter Momper. Wenig wurde über das politische Ausnahmetalent Klaus Riebschläger gesprochen, der so viele Jahre der Stadt erfolgreich gedient hat.

Über die Rede von Walter Momper diskutierten die engen Freunde von Klaus Riebschläger auf der Beisetzung am folgenden Tag heftig. Eine große Verärgerung wurde deutlich.

Auf dem Luther-Friedhof in Lankwitz wurde Klaus Riebschläger am 10. Oktober im engsten Familien- und Freundeskreis zu Grabe getragen. Die etwa 100 Teilnehmer der Trauerfeier erlebten einen würdevollen Abschied mit einer ganz hervorragenden Rede von Pfarrer Martin Germer, in der alle Station des erfüllten, aber längst noch nicht vollendeten Lebens von Klaus Riebschläger aufgezeigt wurden. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass es einem förmlich das Herz zerriss, als Martin Germer davon sprach, wie sehr sich Klaus Riebschläger auf seine beiden Enkel freute. Wenige Tage nach seinem Tod kamen sie zur Welt.

Und als wäre es geplant, flog ein kleines Flugzeug brummend über den Friedhof, als die Trauergemeinde Klaus Riebschläger zu Grabe trug. Ein letzter Gruß aus den Lüften, in denen er sich so gern aufhielt.

Es wird lange dauern, ehe wir uns mit seinem Tod abfinden können.

Ed Koch

Malte Groth, Chris Landmann
Vorstand und Redaktion von Paper Press

  
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