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Betr.: Schlägerei an Schule
geschrieben von: Redaktion am 22.01.2007, 15:11 Uhr
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An der Georg-Büchner-Oberschule in Lichtenrade fand heute eine eilig einberufene Pressekonferenz statt.

Eilig einberufen wurde heute eine Pressekonferenz an der Georg-Büchner-Schule in Lichtenrade. Letzte Woche wurde am Rande einer Schulveranstaltung ein Vater von einer gewalttätigen ausländischen Jugendgruppe lebensgefährlich verletzt. Die Gruppe, die nach Angaben der Polizei aus Tempelhof, Schöneberg und Neukölln kam, wollte sich den Zutritt zu einer schulinternen Musikveranstaltung in der Aula der Schule erzwingen. Den zwischen den Schülern, die für den Ordnungsdienst zuständig waren, und den außerschulischen Jugendlichen entstehenden Streit wollte ein Vater schlichten. Er gab sich als Kriminalbeamter zu erkennen und versuchte, einen der Jugendlichen festzunehmen. Das löste einen unvorstellbaren Gewaltakt aus. Die Jugendlichen fielen über den Mann her und schlugen mit einer 2 Meter langen Stahlstange auf ihn ein. Dem Ordnungsdienst gelang es schließlich, den Vater in das sichere Schulgebäude zu ziehen. Als weitere Polizeibeamte, die in Zivil an der Veranstaltung teilnahmen, und Lehrer hinzukamen, verließen die Jugendlichen das Schulgelände. Sieben von ihnen wurden kurz darauf von der Polizei festgenommen. Gegen vier wurde Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und wurden bisher nicht an der Schule gesehen. Auch kommen sie nicht von einer der benachbarten Schulen in Lichtentrade. Weitere Einzelheiten des Vorfalls werden gegenwärtig noch von der Polizei ermittelt.

In der Pressekonferenz der Schule ging es vornehmlich um Schadensbegrenzung was das Image der Schule betrifft. Etwa 750 Schüler besuchen die Schule, darunter ein Großteil mit Einwandererhintergrund. An der Schule selbst gab es noch nie aus diesem Grunde Probleme. Das Zusammenleben der vielen Nationen an der Schule funktioniere hervorragend, sagte der stellvertretende Schulleiter Dr. Koschmieder.

Die Schule stehe unter Schock. Ein Polizeisprecher verwies darauf, dass es sich um einen schlimmen Einzelfall handele. In einer Zivilgesellschaft habe Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung nichts verloren. Den Vater, der versuchte, Streit zu schlichten, und dabei schwer verletzt wurde, wurde von den Schülern als „Held des Tages“ bezeichnet. Durch seinen Einsatz habe er die anderen Schüler geschützt.

Einzelfälle dieser Art gibt es leider immer wieder und viel zu oft. Zu dem Vorfall äußerten sich auch der CDU-Wahlkreisabgeordnete Nicolas Zimmer und der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank Henkel. In einer Pressemitteilung erklärten sie: „Was an diesem Gewaltakt besonders erschreckt, ist die enthemmte und rücksichtslose Vorgehensweise der jugendlichen Täter. Wenn eine Gruppe von 14- bis 17-jährigen einen Mann krankenhausreif prügelt, der sich zuvor als Polizeibeamter zu erkennen gegeben hat, sind moralische Grundsätze verloren gegangen. Für diese Täter gibt es offenbar kaum noch Hemmnisse oder Autoritäten. Der Staat muss diesem Werteverfall entgegenwirken, und zwar auf ganzer Linie. Die CDU-Fraktion fordert konsequente Erziehungsmaßnahmen, und zwar in dreifacher Hinsicht:

Sanktionen zur Erziehung: Wir brauchen abschreckende Sanktionen, die diesen Namen auch verdienen und in den Köpfen der Jugendlichen ankommen. Die CDU will Sanktionen mit erzieherischem Charakter, insbesondere den Täter-Opfer-Ausgleich und die Schadenswiedergutmachung, stärker nutzen und ausbauen. Darüber hinaus muss über geeignete Sanktionsformen für straffällig gewordene Jugendliche nachgedacht werden. Geprüft werden muss zum Beispiel die Einführung von ‚Warnschussarresten'.

Prävention durch Erziehung: Prävention muss so früh wie möglich einsetzen. Die Erziehung zu rechtstreuem Verhalten muss im Zusammenwirken von der Familie über den Kindergarten, die Schule, den Ausbildungsbetrieben und die Jugendarbeit der Kirchen und Vereine gestärkt werden.

Erziehung und Bildung: Wir dürfen nicht die Augen vor den integrationspolitischen Ursachen der Gewaltprobleme verschließen. Bei Übergriffen auf Polizeibeamte entstammen die Täter vorwiegend der Altersgruppe zwischen 17 und 23 Jahren, viele davon sind nichtdeutscher Herkunft. Deshalb müssen die Bildungschancen für Einwanderer verbessert werden. Aus Schulen in sozialen Randbereichen müssen Qualitätsschulen gemacht werden. Ebenso muss an diesen Schulen wie überall Deutsch als Verkehrssprache durchgesetzt werden."

Die Forderung der CDU sind vollkommen berechtigt, gehen aber noch nicht weit genug. Es kann nicht sein, dass die Eltern dieser minderjährigen Kriminellen ungeschoren davonkommen, wenn ihre Söhne auf unschuldige Menschen einprügeln. In erster Linie sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder zuständig und verantwortlich. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, können sie sich an den Staat wenden. Falls sie dies nicht tun und ihre Kinder kriminelle Taten begehen, müssen auch die Eltern strafrechtlich verfolgt und gegebenenfalls hinter Gitter gebracht werden.

Wie lange noch, glaubt eigentlich der Rot-Rote Senat, lassen sich die Bürger dieser Stadt die kriminellen Auswüchse bestimmter Minderheiten gefallen? Der Senat sollte schnell und wirksam tätig werden, bevor es zu Reaktionen kommt, die niemand mehr unter Kontrolle bringen kann.

Ed Koch

 
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