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Heute schon niiu gelesen?

geschrieben von: Redaktion am 07.03.2010, 10:52 Uhr
paperpress578 
Was, schon wieder eine neue Zeitung, werden viele fragen. Antwort: Ja und Nein. niiu gibt es seit Oktober 2009, niiu ist aber „nur“ die Hülle für eine besondere Auswahl unserer bekannten und geschätzten Tageszeitungen. Was das heißt, erklären wir in diesem Beitrag.
Wanja Sören Oberhof hat gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Hendrik Tiedemann niiu geschaffen. Die Druckmaschine, auf der niiu entsteht, befindet sich in Marienfelde. Die InterTi GmbH der beiden 24- und 28-jährigen Unternehmer hat ihren Sitz in Wilmersdorf.

niiu ist komplett ein Fantasiename, erklärt uns Wanja Oberhof. Lange wurde überlegt, wie man das Produkt nennen soll. Entweder waren die Namen zu lang, zu englisch oder sie gab es schlicht schon, wodurch die notwendige Domaine auch nicht zur Verfügung stand. Und wie das so ist, plötzlich ist der Name da, einmalig weltweit, und mit freier Domaine. Die Idee zu der individualisierten Zeitung entstand im Sommer 2007. An den Start ging niiu im Oktober 2009. Die Überlegung der beiden Gründer war, ob es nicht möglich ist, ein „Best-Of“ der Tageszeitungen zu schaffen, an-statt immer die Teile der Zeitungen wegzuwerfen, die einen nicht interessieren. niiu bietet die Möglichkeit, sich aus verschiedenen Zeitungen die Themen herauszusuchen, die man lesen möchte, zum Beispiel: Lokalteil des TAGESSPIEGEL, Sport aus der BZ, Wirtschaft aus dem HANDELSBLATT und Internationales aus der NEW YORK TIMES. Und alles auf 24 Seiten.

Die Originalzeitungen haben aber unterschiedliche Formate, werden Sie sagen. Ja. Deshalb erscheinen die Seiten aus dem TAGESSPIEGEL z.B. leicht verkleinert, und über die aus der BZ freuen sich alle Sehschwachen. Zurzeit sind folgende Tageszei-tungen im Angebot: The New York Times, Münchener Abendzeitung, Berliner Mor-genpost, BZ, Bild, Der Tagesspiegel, die tageszeitung, Frankfurter Rundschau, Hamburger Abendblatt, Handelsblatt, International Herald Tribune, Prawda, The Wa-shington Post.

Hinzu kommen die Online-Partner: Associated Press, Basic Thinking Blog, blogpilo-ten, Dowjones, kicker, laut.de, Motorsport, wikipedia, QYPE, Wetter.net. Auf den Umschlagseiten erscheinen die Meldungen der Agenturen, die man sich ausgesucht hat. Dieser Teil ist besonders interessant, weil die Beiträge in der Ausführlichkeit nicht in den Tageszeitungen vorkommen.

Der Innenteil von niiu besteht dann aus der selbst getroffenen Auswahl von Zeitun-gen. Man bestimmt auch die Seitenanzahl, also beispielsweise sechs Seiten TAGESSPIEGEL, vier Seiten BERLINER MORGENPOST, drei Seiten BZ usw. Jede Zeitung, die in Marienfelde gedruckt wird, gibt es nur einmal.

Und den Namen seiner Zeitung bestimmt man ebenfalls selbst, einschließlich eines Zitats und Spruchs des Tages oberhalb und unterhalb des Zeitungsnamens. Aus der Druckmaschine, die um 23.55 Uhr anspringt, kommen die Zeitungen bereits nach Straßen sortiert heraus, so dass sich die Zusteller nur ihre jeweiligen Pakete greifen und losfahren müssen.

Und was halten die Zeitungen davon? Natürlich mussten diese erst überzeugt werden, als aber das HANDELSBLATT und die Springerzeitungen mitmachten, war das sozusagen das Gütesiegel. An eine Erweiterung des Zeitungsangebots ist natürlich gedacht. Gegenwärtig sind die niiu-Macher im Gespräch mit dem Berliner Verlag, zu dem die BERLINER ZEITUNG und der BERLINER KURIER gehören.

45 Prozent der niiu-Abonnenten sind zwischen 19 und 29 Jahre alt. Das ist eine Ziel-gruppe, die im Regelfall gar kein Zeitungsabo hat, aber durch niiu an das Lesen von Zeitungen herangeführt wird. Die Zahl der Abonnenten ist gegenwärtig bereits vierstellig. Bis Mitte Mai 2010 will man das Ziel von 5.000 erreicht haben; und es sieht gut aus. niiu ernährt die beiden Geschäftsführer und weitere zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Zeitungen, deren Seiten in niiu veröffentlicht werden, erhalten Lizenzgebühren, verdienen also auch etwas an dem Projekt. Und in niiu erscheinen natürlich auch Anzeigen, wovon Zeitungen im Wesentlichen existieren.

Zehn Programmierer haben in 15 Monaten das Programm entwickelt. Jetzt klappt alles auf Knopfdruck. Die Zeitungen senden ihre Seiten an niiu. Entweder sind sie schon markiert oder werden hier gekennzeichnet. Dann wird der Wunsch des Abon-nenten eingegeben und die Technik sorgt für den Rest.

Als jemand, der seit gut zwei Monaten niiu-Abonnent ist, kann ich nur unterstreichen, wie begeistert ich bin. Meine Auswahl sind die Lokalteile der Berliner Tageszeitun-gen. Alles auf einen Blick, eine einzigartige Presseschau.

Etwas kompliziert erscheint das Punktesystem, über das man niiu abonnieren kann. Wanja Oberhof erklärt uns, warum das so ist. Die Individualisierung soll noch detaillierter werden. So könnte man die Anzahl der Seiten von Tag zu Tag variieren, be-ziehungsweise auch Tage weglassen, also Montag nicht, dafür Dienstag mehr Sei-ten. Durch das Punktesystem kann auf die individuellen Wünsche besser eingegan-gen werden. Das System klingt etwas verspielt, spricht aber an. Man kann zwischen „verabredet“, „verliebt“, „verlobt“ oder „verheiratet“ wählen. Für 12 Punkte gibt es eine niiu. Studenten, Schüler und Azubis zahlen 10 Cent pro Punkt, die Erwerbstätigen 15 Cent.

Kostenloses Probe-Abo

Unter www.niiu.de kann man die Auswahl treffen. „Verabredet“ heißt „Du suchst ein Abenteuer ohne Verpflichtung und lässt Dir gern den Kopf verdrehen? Dann verab-rede Dich mit niiu für einen 6-tägigen Flirt“. Und dieser kostet nichts. Bei „Verliebt“ bucht man 300 Punkte für 45 bzw. 30 Euro und erhält 25 Tage lang niiu. „Verlobt“: 100 Tage – Aktionspreis – weil die 100ste Ausgabe erschienen ist, für 135 bzw. 90 Euro, und „Verheiratet“ 150 Tage für 270 bzw. 180 Euro. niiu erscheint gegenwärtig noch von Montag bis Samstag. An eine Sonntagsausgabe ist gedacht, wobei viele Zeitungen sonntags nicht erscheinen. Besonders angenehm ist niiu auch wegen sei-ner Papierqualität, die sich von normalen Tageszeitungen unterscheidet. Sie ist etwas stärker, was sich besser zum Ausschneiden und aufkleben eignet.

Und das sind die Erfinder von niiu, Wanja Sören Oberhof und Hendrik Tiedemann.

Wanja ist 1986 in München zur Welt gekommen, aber in Hamburg aufgewachsen. 2005 Abitur in Berlin, Studium der Unternehmensgründung und seit Mitte 2007 mit niiu beschäftigt.

Hendrik hat 1982 im holsteinischen Oldenburg das Licht der Welt erblickt. 2000 Fachhochschulreife, 2000-2003 Ausbildung bei einer Bau- und Wohnungsgesell-schaft, ab 2004 Studium der Wirtschaftswissenschaften in Berlin, 2002 Geschäftsfüh-rer der Tiedemann Grundstücksverwaltung, 2003 Gründung der InterTi GmbH.

Hendrik ist der Kopf hinter niiu, Wanja das Gesicht vor niiu. Hendrik verantwortet als Stratege der InterTi GmbH die Finanzen und die Software. Wanja überzeugt die In-haltslieferanten, Studenten, Werbekunden und Verlagsexperten in Vorträgen und mit Präsentationen von niiu und sorgt mit seiner Energie für Motivation.

Und was denken die Beiden übereinander? Wanja über Hendrik: „Als ich Hendrik das erste Mal gesehen habe, dachte ich: verrückt und sympathisch. In den zweieinhalb Jahren, die wir jetzt zusammen an niiu basteln, habe ich gemerkt, wie unglaublich professionell er arbeitet. Hendrik ist ein außerordentlich guter Verhandler, ohne einen solchen Partner hätte ich niiu nicht umsetzen können.“ Und Hendrik über Wanja: „Ich habe schnell gemerkt, dass Wanja genauso ein Querdenker ist wie ich. Er ist ein klu-ger Kopf, der sich in alles hineinversetzen und einarbeiten kann.“ Und wenn es zwischen den Beiden einmal kracht, Türen und Mülleimer fliegen, dann kehrt nach spä-testens einer Stunde und einem Glas Wein beim Hausitaliener wieder Frieden ein. Möge er erhalten und niiu lange auf dem Markt bleiben.

Ed Koch

  
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