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Ausstellung...
geschrieben von: Redaktion am 21.01.2010, 11:51 Uhr
paperpress 453 
... auf dem Dienstweg. Die Verfolgung von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Stadt Berlin 1933 bis 1945. Am 20. Januar 2010 hat der Senator für Inneres und Sport, Dr. Ehrhart Körting, die Ausstellung im Bärensaal des Alten Stadthauses, Klosterstr. 47, 10179 Berlin-Mitte. eröffnet. Für die Öffentlichkeit ist sie werktags bis zum 3.2.2010 zugänglich.

Weitere Ausstellunksorte: vom 4. Februar bis 26. Februar, Unternehmenszentrale der Berliner Wasserbetriebe, Neue Jüdenstraße 1, 10179 Berlin Berlin-Mitte - 1. März bis 31. März im Foyer des Rathauses Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee
100 in 10585 Berlin.

Die Ausstellung soll danach durch weitere Dienststellen und Betriebe wandern.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung wird im 1. Halbjahr 2010 im Verlag
Hentrich & Hentrich das gleichnamige Buch erscheinen: Christian Dirks
(Hrsg.), …auf dem Dienstweg. Die Verfolgung von Beamten, Angestellten und
Arbeitern der Stadt Berlin 1933 bis 1945.

Die Stadt Berlin war im Jahr 1933 mit etwa 100.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der damaligen Reichshauptstadt. Gleich nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten und in den Folgejahren wurden unerwünschte Bedienstete, vor allem Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten, in der Haupt- sowie den Bezirksverwaltungen und den zahlreichen städtischen
Betrieben versetzt, zwangspensioniert oder entlassen; oft hatte dies fatale Folgen für die Betroffenen und ihre Familien. Im NS-Jargon hieß das „Aufräumarbeiten“; die frei gemachten Stellen übernahmen in der Regel „alte Kämpfer“ der NSDAP.

Die im Auftrag der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin durch die Stiftung Neue Synagoge Berlin Centrum Judaicum und die Agentur BERGZWO erarbeitete Ausstellung dokumentiert exemplarische Einzelschicksale und beschreibt die Personalpolitik der Berliner Stadtverwaltung im nationalsozialistischem Kontext. Die Ausstellung soll ab Februar 2010 in monatlichem Turnus in Behörden und ehemaligen kommunalen Betrieben der Stadt Berlin den dort Beschäftigten sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 
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