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Gestörtes Gedenken

geschrieben von: Redaktion am 06.06.2024, 18:44 Uhr
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Heute wurde des Ereignisses gedacht, das die Befreiung Europas vom Hitler-Faschismus einleitete. Am so genannten D-Day, landeten am 6. Juni 1944 150.000 alliierte Soldaten in rund 6.000 Schiffen an fünf Abschnitten in der Normandie.

Für die Bezeichnung „D-Day“ gibt es mehrere Bedeutungen: „Decision Day“ für Entscheidungstag oder „Delivery Day“, also Liefertag, aber auch „Doomsday“, was jüngster Tag heißt. Manchmal „Debarkation Day“, Tag der Ausschiffung. Meist aber nur D-Day als der Zeitpunkt einer größeren militärischen Operation.

Es war nicht eine größere, sondern die größte militärische Operation, die die Welt je gesehen hat. Leider dauerte es noch bis zum Mai 1945, als endlich das Dritte Reich mit der Kapitulation in Berlin am Ende war. Es war das verlustreichste Jahr des gesamten Zweiten Weltkriegs. Den 8. Mai 1945 mag jeder begehen, wie er möchte, als Tag der Kapitulation beziehungsweise Niederlage, oder besser als das, was er tatsächlich war, der Tag der Befreiung.

Zur Gedenkfeier am Omaha-Beach war erstmals nicht der russische Präsident eingeladen worden, der sich darüber sehr pikiert zeigte. Ja, der Anteil der damaligen Sowjetunion am Sieg, war immens und entscheidend. 80 Jahre später gibt es keinen Grund den russischen Präsidenten, der immer noch der Sowjetunion nachtrauert, einzuladen. Die Grün-de dafür zu benennen, können wir uns ersparen. Mehr als ein Symbol war hingegen die Einladung an den Präsidenten der Ukraine, einem Land, das da-rauf hofft, dass die von Russland annektierten Ge-biete auch eines Tages wieder befreit werden.

Das Erste hatte angekündigt, die Gedenkfeier zu übertragen. Was es daraus machte, war unerträglich. Anstatt schlicht und einfach das zweistündige Programm auszustrahlen, begnügte man sich, die Bilder im Hintergrund ohne Ton zu zeigen, während vorn alle möglichen Politikexperten und Korrespondenten dem Zuschauer das zu erklären versuchten, was er aus den Nachrichten ohnehin schon weiß.

Die Zuschauer mussten sich von der Korrespondentin Sabine Rau das erklären lassen, was auf dem großen Ausschnitt zu sehen war. Ohne die Hilfe von Frau Rau und mit dem Originalton hätte der halbwegs gebildete Zuschauer das allein begreifen können. An Peinlichkeit nicht zu überbieten war der Hinweis von Frau Rau - nun mit leisem Hintergrundton - dass sich die Ehrengäste von ihren Plätzen erhoben, als die französische Nationalhymne erklang. Tatsächlich aber sangen Kinder die Europa-Hymne aus Beethovens Neunter. Als später, nach der Rede von Emmanuel Macron, nun wirklich die Marseillaise erklang, quatschte wieder irgendein Experte auf die Musik.

Auch bei ntv laberte ständig ein eingeblendeter Klugscheißer dazwischen. Das Fernsehen bescherte dem Zuschauer eine gestörte Gedenkfeier, weil es ihn offenbar für zu blöd hält, die Bilder einer Zeremonie selbst zu verstehen. Schade.

Ed Koch

  
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