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Schokolade für Russland

geschrieben von: Redaktion am 30.03.2022, 05:38 Uhr
paperpress599 
In der „heute-show“ vom 25. März wurde thematisiert, welche Unternehmen mit Russland nach wie vor Geschäfte machen. Als Beispiele wurden der Henkel-Konzern, METRO und Ritter-Sport benannt. Die Metro-Märkte seien nach Auskunft des Konzerns weiterhin offen, um die Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Für Ritter-Sport ist Russland der zweitwichtigste Absatzmarkt.

Ein Leser von paperpress wollte wissen, ob die Informationen aus der „heute-show“ stimmen und bekam folgende Antwort

„Herzlichen Dank für die Mühe Ihrer Zuschrift.

Der schreckliche Krieg in der Ukraine ist für uns alle ein Schock und macht uns fassungslos. Unsere Ge-danken sind bei allen Menschen, die von diesem Krieg betroffen sind.

Wir haben uns in den letzten Tagen intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, ob wir in dieser Situation weiterhin Schokolade nach Russland liefern wollen. Nach Abwägung aller Aspekte haben wir uns entschieden, es zu tun – solange es rechtlich und fak-tisch möglich ist.

Unsere Schokoladenherstellung in Waldenbuch, Deutschland, und Breitenbrunn, Österreich - bedingt durch einen Stopp unserer Lieferungen nach Russland - drastisch herunterzufahren, hätte letztlich auch ernsthafte Auswirkungen auf uns als unabhängiges, mittelständisches Familienunternehmen ins-gesamt, bis hin zu den Kakaobauern in Westafrika, Mittel- und Südamerika. Zudem tragen wir als Familienunternehmen Verantwortung auch für die im russischen Markt bei Ritter Sport beschäftigten Menschen und diese würde ein Lieferstopp unmittelbar treffen.

Vor diesem Hintergrund sind wir der Ansicht, dass eine Einstellung von Lieferungen für die Bevölkerung von Russland letztlich nicht diejenigen treffen würde, die für diesen verheerenden Krieg verantwortlich sind bzw. ihn führen. Wir gehen nicht davon aus, dass ein Lieferstopp von Nahrungsmitteln zu einer dringend notwendigen Deeskalation beitragen, aber ganz sicher die Lebensgrundlage vieler Menschen von Asien bis Afrika gefährden.

Business as usual kann es in diesen Zeiten dennoch nicht geben. Wir haben entsprechend unsere Agenturen angewiesen, alle Werbekampagnen unserer Marke Ritter Sport in Russland zu stoppen. Gleiches gilt für die Kommunikation mit unseren Konsumentinnen und Konsumenten über soziale Plattformen und Direktansprachen. Zukünftige Investitionen in das russische Geschäft von Ritter Sport haben wir ebenfalls gestoppt.

Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir außerdem unterschiedliche Hilfsorganisationen, um einen humanitären Beitrag zu leisten. Unter anderem haben wir uns einem Hilfskonvoi eines unserer langjährigen Partner angeschlossen. Bislang haben sich vier 40-Tonner auf den Weg in die betroffenen ukrainischen Kriegsgebieten gemacht, um zielgerichtet mit Dingen des täglichen und dringend benötigten Bedarfs zu unterstützen.

Durch direkte Kontakte zur Organisation „Charity Foundation TSEKH DOBROTY“ werden die Produkte bedarfsgerecht in die besonders betroffenen Gebiete in der Ukraine verteilt – und das möglichst transparent und nachverfolgbar, damit die Hilfe auch bei denjenigen ankommt, die sie gerade so dringend brauchen.

Wir hoffen Ihnen unsere Sichtweise etwas näher gebracht zu haben. Entscheidungen zu treffen ist in der jetzigen Zeit nicht immer leicht, sie sind jedoch wohl überdacht auch um unseren Werten als verantwortungsvolles Familienunternehmen gerecht zu werden.

Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen aus Waldenbuch.“

Hoffentlich befinden sich in den Hilfslieferungen genügend Tafeln Schokolade, die ja bekanntlich Nervennahrung sein soll, was in der Ukraine dringend benötigt wird.

Ed Koch

  
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