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Breilibü

geschrieben von: Redaktion am 29.07.2018, 07:42 Uhr
paperpress555 
Fernsehen bildet. Das ist unbestritten. Ein Glück, dass es Phoenix, 3Sat, arte, ZDFinfo und am Sonn-tag im KiKa um 11 „Löwenzahn“ und eine halbe Stunde später „Die Sendung mit der Maus“ gibt. Al-lein dafür gebe ich mit Freude jeden Monat 17,50 Euro aus. Aber auch das reguläre Programm von ARD und ZDF bietet viel an Wissensvermittlungen in unzähligen Quizsendungen. Der Quiz-Champion im ZDF zählt zu meinen Favoriten. Angeblich ist es das här-teste Quiz Deutschlands, das Johannes B. Kerner flott moderiert, ohne dass es während der drei Stunden langweilig wird. Übrigens: ohne Werbeunterbrechungen. Was für ein Vorteil der öffentlich-rechtlichen Sender.

Das härteste Quiz bezieht sich aber nur auf „normale“ Kandidaten. Für Promis gelten andere Regeln. Es beginnt mit relativ einfachen Fragen, von denen man sieben in 60 Sekunden richtig beantwortet haben muss. Eine Hürde, über die nicht jeder kommt. Am Samstag gelang es den Kandidaten, wenn auch bei einigen relativ knapp. In der Hektik pflanz man den Central Park schon mal nach Washington statt New York.

Und dann geht es los. Fünf Experten sitzen den Kandidaten gegenüber. Wer zuerst drei Punkte, bzw. einen Punkt Vorsprung hat, gewinnt das Duell. Wer alle fünf Duelle gewinnt, darf in einer Loge Platz nehmen und das Ende der Sendung abwarten. Bleibt er der Einzige, hat er gewonnen, gelingt das unmöglich Scheinende noch einem anderen, gibt es ein Stechen. In den Sendungen, die ich gesehen habe, hat bisher immer zumindest einer alle fünf Experten besiegt. Verliert man nur ein einziges Duell, ist man raus aus der Sendung und der nächste Kandidat betritt das Studio des ZDF in Berlin. Für die Promis gelten jedoch andere Regeln. Sie müssen lediglich eins von fünf Duellen gewinnen, um in die Loge zu gelangen. Am Ende gewinnt derjenige mit den meisten Duell-Gewinnen.

Ich fand es sehr ernüchternd, dass Pinar Atalay (ARD Tagesthemen), Ulrike von der Groeben (RTL aktuell) und Ulrich Wickert (Ex-ARD Tagesthemen) lediglich jeweils ein Duell gewannen. Ich dachte, hier die Klügsten zu erleben. Lediglich Wigald Boning bezwang zwei Experten und war damit der Sieger des Abends und erhielt 25.000 Euro für einen guten Zweck.

Während mir die Sendung gut gefallen hat und ich keine Probleme mit den drei Stunden hatte, meckert natürlich der FOCUS rum, lobt RTLs „Wer wird Millionär“ und lästert darüber, dass das ZDF jetzt auch Promis quält. Naja. Da ist schon ein wenig dran, mit Ruhm haben sich die Promis wirklich nicht bekleckert.

Punktsieger waren die Experten Michael „Bully“ Herbig (Film und Fernsehen), Anna Thalbach (Literatur und Sprache), Tim Mälzer (Ernährung), Marcel Reif (Sport) und Prof. Guido Knopp (Zeitgeschehen).

Heißt es „Im Dunkeln“, „Im Dunklen“ oder „Im Dunkelen“? Pinar Atalay ist für „Im Dunklen“. Anna Thalbach: „In Berlin sagen wir im Dunkeln“, und hat Recht. Nicht im Dunkeln möchte ich Sie bezüglich der Überschrift lassen. Breilibü habe ich noch nie gehört. Die Frage war, welche politische Konstellation im Berliner Senat derzeit herrscht. GroKo natürlich nicht, blieb nur Breilibü. Stefan Hupka hat sich in einem Beitrag für die Badische Zeitung schon im September 2016 Gedanken über diese Abkürzung gemacht:

„…mussten wir neulich grübeln, was ein Politiker roter Couleur mit Breilibü sagen wollte. Ein Dorf in Südschweden? Eine neue Babynahrung? Jedoch ging es um die nahe Bundespräsidentenwahl, und da hoffte der Mann, dass man für einen geeigneten Kandidaten ein Breilibü schmieden könne – ein brei-tes linkes Bündnis. Das Gegenmittel der bürgerlich-konservativen Seite des Hohen Hauses hat auch schon einen Code – es ist der Ükoka, der überparteiliche Kompromisskandidat.“ Breilibü wird zum Glück nicht häufig verwendet, klingt ja auch ein bisschen wie Babynahrung. Bleiben wir also bei R2G oder Rot-Rot-Grün.

Noch ein Wort zum Quiz-Gewinner Wigald Boning. Schade, dass das ZDF keine neuen Folgen von „Nicht nachmachen“ produziert. Das war 2012/2013 das beste Sommerprogramm auf dem Sendeplatz der „heute show“ ever. Boning und Hoëcker bewiesen, dass beispielsweise eine Badewanne aus der ersten Etage im Erdgeschoss landen kann, wenn man sie ungebremst mit Wasser füllt. Die beiden zerlegten mit allen verfügbaren Mitteln, wissenschaftlich untermauert, ein ganzes Haus. Herrlich. Nun freue ich mich auf den nächsten Quiz-Champion, der wieder alle fünf Experten besiegt.

Ed Koch

  
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