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Die Last mit den Feiertagen

geschrieben von: Redaktion am 03.10.2015, 10:18 Uhr
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Der deutsche Arbeitnehmer kann sich nicht beschweren. Ständig steht ein Feiertag im Kalender. Regional und konfessionell unterschiedlich. Dass der Reformationstag in Brandenburg als Feiertag mit Arbeitsbefreiung gilt, in Berlin aber nicht, liegt ja wohl einzig und allein an unserem Handelsverband. Dieser freut sich jedes Jahr aufs Neue über die Besucher aus Brandenburg, die unsere Geschäfte stürmen. In die-sem Jahr wird es allerdings eng, denn der 31. Oktober fällt auf einen Samstag, und da geht der gemeine Berliner auch gern einkaufen.

Der 3. Oktober 1990 war ein Mittwoch. Ein völlig willkürlich festgelegtes Datum, nur damit begründet, dass man die Fristen für die Wählerlisten für die erste gesamtdeutsche Wahl rechtzeitig zum 2. Dezember 1990 erstellen konnte. Bei diesen Wahlen bedankten sich die DDR Bürger besonders herzlich bei denen, die den Untergang ihres Staates erst möglich gemacht haben, nämlich den vielen Bürgerbündnissen. Das Bündnis 90/Die Grünen erreichte im Gebiet der nun ehemaligen DDR 6,2 Prozent. Nach der Wahl fusionierten sie mit den Westgrünen, die mit 4,8 Prozent im Gebiet der BRD die Fünf-Prozent-Hürde verfehlten. Das Versprechen von Bundeskanzler Kohl auf „Blühende Landschaften“ war den Ostdeutschen mehr wert als ihre Befrei-er vom Sozialismus. 41,8 Prozent erzielte die CDU in Ostdeutschland, 43,8 Prozent in der neuen Bundes-republik, in der nun auch erstmals die West-Berliner mitwählen durften. In Sachsen, von wo aus die Montagsdemonstrationen ausgingen, bekam das Bündnis 90 immerhin acht Prozent, auf blühende Landschaften, sofort und gleich, setzten 50,5 Pro-zent, das beste Ergebnis der CDU. Oskar Lafontaines Bedenken wurden ignoriert. Der Typ Gebrauchtwagenhändler, den Kohl perfekte gab, war mehr gefragt.

„Das Parlament hat soeben nicht mehr und nicht weniger als den Untergang der Deutschen Demokratischen Republik zum 3. Oktober 1990 beschlossen“, gab Gregor Gysi in der Volkskammer in den Morgen-stunden des 23. August 1990 zu Protokoll, das auch vermerkt: „jubelnder Beifall bei der CDU/DA, der DSU und teilweise der SPD.“

Das Hissen der Einheitsflagge am Reichstag habe ich in einem New Yorker Hotelzimmer um 19 Uhr Ortszeit am Fernseher miterlebt. In Europa war die Sommerzeit im Gegensatz zu den USA schon beendet, so dass die Zeitdifferenz nur fünf Stunden betrug. Nach dem feierlichen Akt zog es mich und meine Freunde ins Hard Rock Café. Niemand sprach uns auf das neue Deutschland mit jetzt 16 Bundes-ländern und über 80 Millionen Menschen an. Die Frage, ob man aus Ost- oder Westdeutschland kommt, blieb uns auch in den Jahren danach erhalten und Antworten wie, es gibt jetzt wieder vier Himmelrichtungen in Deutschland, wurden nicht verstanden.

Wussten Sie eigentlich, dass es 2004, als der 3. Oktober auf einen Sonntag fiel, die Absicht der Bundesregierung gab, den Tag der Deutschen Einheit nun jedes Jahr nicht am 3. Oktober, sondern am ersten Sonntag im Oktober zu feiern? Der Grund waren 500 Millionen Defizit im Bundeshaushalt durch den Feiertag. Aber, Bundespräsident Horst Köhler widersprach und Kanzler Gerhard Schröder verwarf dann den Plan. In diesem Jahr fällt der 3. Oktober auf einen Samstag. Wirklich schlimm. Und 2016 dann auf einen Sonntag? Nein. 2016 ist Schaltjahr, es winkt ein verlängertes Wochenende, denn der 3. Oktober ist im nächsten Jahr ein Montag.

Ginge es nach mir, würden alle Feiertage grundsätzlich an einem Sonntag stattfinden. Und vor allem würde ich die zweiten Feiertage zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten streichen. Ebenso Karfreitag und Himmelfahrt. Ich weiß nicht, ob sich irgendein anderes Land diesen Luxus der Feiertage gönnt. Bei meinen USA-Besuchen habe ich es immer sehr genossen, den Ostersonntag in einer Shopping-Mall verbringen zu können.

Natürlich ist es ein Geschenk der Geschichte, dass, wenn auch nicht in den Grenzen vor dem II. Welt-krieg, die beiden Restdeutschlands wieder zu einem Land geworden sind. Vor allem nach dem, was wir in der Welt angestellt haben. Wer sich allerdings heute noch über den Verlust der Ostgebiete beklagt, der sollte sich auch mal die Landkarte Polens ansehen. Wesentlich mehr als das, was Polen von Deutschland im Westen bekommen hat, hat ihnen Stalin im Osten abgetrennt, Wilna, Brest, Lemberg. Polen, dass von Nazi-Deutschland 1939 überfallen und dessen Hauptstadt Warschau dem Erdboden gleich gemacht wurde, musste unsere Zeche mit bezahlen. Eine der größten historischen Ungerechtigkeiten. Und vor allem Grund dafür, dass heute noch die Polen skeptisch auf alles reagieren, was Russlands Putin plant. Annektierungen gibt es auch heute noch, wie die Krim zeigt.

Zurück zu unserem Feiertag. 3. Oktober. Mit diesem Datum kann ich nichts anfangen. Während überall in der Welt die Nationalfeiertage einen historischen Bezug zu Ereignissen in ihren jeweiligen Ländern haben, 4. Juli USA, 14. Juli Frankreich, 11. November Polen oder 17. Mai Norwegen, ist der 3.10. ein willkürlich festgelegtes Datum.

Der 9. November ist ein kritisches Datum. Nicht un-bedingt wegen der Novemberrevolution 1918, viel-mehr wegen der Pogromnacht 1938. Dennoch, es ist der Tag des Falls der Mauer. Seitdem gilt der Satz von Günter Schabowski: „Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich“ als Maßstab für Verwaltungshandeln. Man hätte auch den 22. August auswählen können, als die DDR der BRD beitrat. Der 23. Mai, den ich immer als eigentlichen Nationalfeiertag angesehen habe (Grundgesetztag), liegt eben im Mai und da gibt es schon den 1. Mai, Himmelfahrt und Pfingsten. Na und. Käme es auf einen weiteren an, wenn man die kirchlichen arbeits-freien Feiertage, z.B. Himmelfahrt und zweiten Pfingstfeiertag abschaffte?

Es gibt aber noch einen anderen Feiertag, der recht wenig wahrgenommen wird. Der 1. Oktober. Das ist der Berliner Verfassungstag. Zwar stammt die Verfassung vom 1. September 1950, am 1. Oktober trat sie jedoch in Kraft. Der 1. Oktober ist für uns Berliner kein arbeitsfreier Tag. Jetzt, so dicht am 3. Oktober, wäre das kaum mehr möglich. Dennoch wird am 1. Oktober gefeiert, seit 28 Jahren. Nicht, weil Klaus Wowereit an diesem Tag Geburtstag hat. Sein Ehrentag begann stets mit der Verleihung des Berliner Landesordens an wichtige, weniger wichtige und gänzlich unbekannte Persönlichkeiten. Alle haben sich aber irgendwie um Berlin verdient gemacht. Michael Müller setzt diese Tradition natürlich fort und lud am 1. Oktober 2015 in das Berliner Rathaus ein, um die Hälse der Auserkorenen mit dem Orden zu schmücken. Nachfolgend veröffentlichen wir Auszüge aus der Rede des Regierenden Bürgermeisters an-lässlich des diesjährigen Verfassungstages.

„Wenn wir auf das letzte Vierteljahrhundert seit der Wiedervereinigung zurückschauen, können wir mit einem gewissen Stolz sagen: Vieles ist uns gelungen, wir haben die Vereinigung von Ost und West gemeistert. Menschen aus aller Welt fühlen sich von Berlin angezogen. Gerade in dieser Phase des Um-bruchs wurde Berlin von vielen Menschen geprägt, die nicht lange nach Zuständigkeit gefragt haben, sondern entschlossen anpackten; von Menschen, die unserer Stadt wichtige Impulse gegeben haben; und von der Bereitschaft vieler, mit anderen gemeinsam die Stadt voranzubringen.

Berlin, unser ganzes Land steht aktuell vor der größten Herausforderung seit der Wiedervereinigung – der Aufnahme von Flüchtlingen, die in ihrer Heimat alles verloren haben und nun bei uns ein friedliches, sicheres Leben führen wollen.

Heute, am Berliner Verfassungstag wollen wir Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen unserer Stadt ehren.

Sie erinnern sich sicherlich: Tausende leuchtende Ballons markierten ein Wochenende lang den ehe-maligen innerstädtischen Verlauf der Mauer. So wur-de vorübergehend noch einmal erlebbar, wie ein-schneidend die Teilung für unsere Stadt und ihre Menschen war. Und am Abend des 9. November ließen Patinnen und Paten die Ballons in den Himmel steigen. Zu verdanken haben wir dieses Jubiläums-ereignis neben der Kulturprojekte Berlin GmbH und der Stiftung Berliner Mauer maßgeblich drei Männern: Christopher Bauder und Marc Bauder. Sowie Frank Ebert von der Robert Havemann Gesellschaft.

Ihr Metier ist der Film. Als Präsidentin der Deutschen Filmakademie gibt sie der deutschen Filmbranche eine überzeugende Stimme. Doch Iris Berben ist auch eine sehr politische Frau. Eine Reise nach Israel und die Begegnung mit einer Holocaust-Überlebenden: Das war für sie vor rund dreißig Jahren der prägende Moment. Seitdem engagiert sie sich gegen das Vergessen des Holocaust. Und setzt ihre ganze Popularität als eine der herausragenden deutschen Schauspielerinnen dafür ein, Gesicht zu zeigen gegen Rassismus und für eine weltoffene Gesellschaft. Berlin, unser Land insgesamt, verdankt Iris Berben nicht nur sehr viele Filme, in denen sie ein großes Publikum begeistert. Iris Berben steht geradezu für den Film als Kulturgut. Und sie kämpft dafür, die Bedingungen für das kreative Filmschaffen zu verbessern – in Wort und Tat und bei jeder sich ihr bietenden Gelegenheit, auch vor dem höchsten deutschen Gericht, wo es um die Verfassungsmäßigkeit des Filmförderungsgesetzes ging.

Gerade in diesen Tagen und Wochen, in denen unser Land dank der vielen Menschen, die bei uns Zu-flucht suchen, noch bunter wird – gerade jetzt wird uns auch bewusst, wie wichtig das gesellschaftliche Engagement von Iris Berben für Toleranz und Weltoffenheit ist: Ihre Gespräche mit Schülerinnen und Schülern; ihr Einsatz für den Verein ‚Gesicht zeigen!‘; das Hörbuch, in dem sie aus zwei sehr unterschiedlichen Tagebüchern liest – dem der Anne Frank und dem von Joseph Goebbels; ihr Werben um gute Beziehungen zwischen Israel und Deutschland; ihre Unterstützung für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas und vieles mehr.

Zwei- bis dreimal im Jahr kommen auf Einladung der Senatskanzlei ehemalige Berlinerinnen und Berliner im Rahmen des Emigrantenprogramms für ehemals verfolgte Bürger in unsere Stadt. Es ist nicht leicht für sie, an die Stätten ihrer Kindheit und Jugend zurück-zukehren. Da werden neben schönen Erinnerungen auch sehr viel Leid und manch hartes Schicksal lebendig. Barbara Boehm-Tettelbach, die ehemalige Neuköllner Physiotherapeutin, engagiert sich seit dem Jahr 2000 im Rahmen unseres Emigrantenpro-gramms für diese Besucherinnen und Besucher.

Willkommenskultur: Dieses Wort hört man in diesen Tagen häufig. Gemeint sind viele, ja Tausende Frau-en und Männer aus allen Bereichen unserer Stadt. Sie sind zur Stelle, um für Menschen, die alles verloren haben und nun bei uns Zuflucht vor Krieg und Terror suchen, da zu sein. Und um ihnen einen neu-en Anfang in Frieden und Sicherheit zu ermöglichen. Eine der vielen Freiwilligen, die dem Begriff Willkommenskultur ein Gesicht geben, ist Johanna Hassoun.

Dieter Rosenkranz ist gebürtiger Berliner. Doch aufgewachsen ist er in Wuppertal, wo er noch während seines Maschinenbaustudiums in die väterliche Firma einstieg. Schon als junger Mann leitete er eine Maschinenfabrik und baute später weitere Unter-nehmen auf – zuletzt einen expandierenden Betrieb für Spritzgusstechnik. Dieter Rosenkranz ist also ein erfolgreicher Unternehmer. Er macht aber auch ganz andere Dinge: Er sammelt zeitgenössische Kunst. Er engagiert sich für Kunst, außerdem für Kultur insgesamt, für Bildung, Ausbildung und für eine Stärkung der Zivilgesellschaft. Und: Dieter Rosenkranz liebt Berlin.

Erfolg: Bei diesem Wort denken wir an Karriere, einen Sieg im Sport oder – in der Politik – eine gewonnene Wahl. Für Mohamad Taha Sabri bedeutet Erfolg, dass ein paar Jungs, die früher unten auf dem U-Bahnhof herumlungerten, in die Moschee kommen, ihm zuhören und mit ihm darüber sprechen, wie sie ihrem Leben eine neue Richtung geben können. Erfolg ist, wenn es gelingt, sie vor dem Abgleiten in Hass und Gewalt zu bewahren. Mohamad Taha Sabri ist ehrenamtlich Imam im Nor-den Neuköllns, in der Moschee mit dem poetischen Namen ‚Haus des Friedens‘.

Vor 70 Jahren wurde Auschwitz befreit und die Nazi-Herrschaft beendet. Aus dieser Perspektive ist es geradezu ein Wunder, dass Berlin heute wieder ein Zentrum jüdischen Lebens und jüdischer Kultur ist. Die Gedenk- und Erinnerungsarbeit, die dazu nötig war und bis heute nötig ist, musste Widerstände überwinden. Das galt in Berlin auf beiden Seiten der Mauer. Dr. Hermann Simon weiß, wovon ich spreche. Als die von ihm entwickelte Ausstellung ‚Und lehrte sie: Gedächtnis!‘ zum Gedenken der Novemberpogrome im Oktober 1988 in Ost-Berlin eröffnet wurde, war das eine Sensation. Jüdische Kultur und Geschichte waren in der DDR weitgehend unbekannt und wegen der politischen Großwetterlage tabuisiert. Damals trat Dr. Hermann Simon sein Amt als Direktor des Centrum Judaicum an. Vor wenigen Wochen übergab er es nach 27 Jahren an seine Nachfolgerin. Das war eine Zäsur. Denn Dr. Hermann Simon verkörpert das Centrum Judaicum. Stück für Stück hat er das verschüttete jüdische Leben und die jüdische Kultur erforscht und in zahlreichen Publikationen und Ausstellungen sichtbar gemacht. Unter seiner Leitung wurde das Centrum Judaicum zum Herzstück jüdischer Erinnerungskultur in Berlin mit einer Ausstrahlung weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Seiner beharrlichen Arbeit ist es entscheidend zu verdanken, dass sich die Stadt ihrer bedeutenden jüdischen Prägungen bewusst werden konnte. Als Beispiel nenne ich nur sein Engagement für die Erhaltung und Restaurierung des Jüdischen Friedhofs Weißensee, des größten jüdischen Friedhofs in Europa.

‚Das Weib schweige im Gottesdienst.‘ Dieser Satz aus dem Korintherbrief gehört zu den Schriftstellen der Bibel, die heute unweigerlich Protest hervorrufen. Und in der Tat: Man muss kein Kirchenrebell sein, um dem Heiligen Paulus bei dieser Ansicht nicht folgen zu können. Die Kirchengeschichte hat viele Beispiele, bei denen Frauen in der Kirche den Herren der Schöpfung tüchtig die Leviten gelesen oder ein-fach nur ihren Glauben in tätige Hilfe umgesetzt haben.

Ob Friederike Sittler jemals wirklich in der Kirche oder im Gottesdienst geschwiegen hat, ist nicht bekannt. Sicher ist aber, dass sie sich regelmäßig zu Wort meldet, wenn es um die Kirche, um Glauben und um Religion geht. Da kommt die Journalistin mit allen ins Gespräch, die sie zwischen Himmel und Erde trifft. Seit 2002 ist sie Leiterin der Redaktion Kirche und Religion im rbb und berichtet fundiert und anschaulich über Gott und die Welt.

Geboren wurde er in Düsseldorf. Er hat lange in den USA gelebt, hat überall auf der Welt gedreht und ist nach wie vor ständig unterwegs. Seit 1996 ist er Präsident der Europäischen Filmakademie. Und er ist einer der renommiertesten Filmemacher unserer Zeit.

Wim Wenders ist also ohne Zweifel ein Weltbürger. Dennoch halten ihn viele Menschen wie selbstverständlich für einen Berliner. Nicht nur, weil er heute seinen Lebensmittelpunkt hier hat, sondern vor allem, weil er Berlin seit langem schätzt. Er selbst hat dazu einmal gesagt: ‚Die Entscheidung, aus Amerika ganz zurückzukommen und nach Mitte zu ziehen, hatte auch mit diesem Gefühl zu tun: Hier will ich gern hingehören.‘ 1987 hat Wim Wenders unserer Stadt mit seinem Meisterwerk ‚Der Himmel über Berlin‘ eine wunderbare Liebeserklärung geschenkt. Und er hat damit der Mauerstadt, ihren Menschen und ihrer Sehnsucht nach einem Ende der Teilung ein filmisches Denkmal gesetzt.

Es wundert niemanden, wenn sich ein Bankier für Gold interessiert. Wenn es jedoch ‚weißes Gold‘ ist, dann ist das etwas Besonderes. Das ist das Metier von Jörg Woltmann. Im Jahr 2006 übernahm er vom Land Berlin die Königliche Porzellanmanufaktur KPM. Er hat Berlins ältestes Unternehmen – gegründet 1763 – vor der drohenden Insolvenz bewahrt. Mehr noch: Jörg Woltmann hat ein Kulturgut bewahrt – ein weltweit – nicht nur unter Sammlern – bekanntes Unternehmen, ein Markenzeichen unserer Stadt.

Die KPM war und ist ein Berliner Traditionsunter-nehmen, das weit über unsere Stadt hinaus bekannt ist und geschätzt wird. Hier verbinden sich Tradition und Moderne. Allerdings: Ein solch zerbrechliches Gut wie Porzellan im In- und Ausland erfolgreich zu vermarkten, das ist angesichts eines großen Konkurrenzdrucks kein leichtes Unterfangen. Seit fast einem Jahrzehnt gelingt ihm dies dank seines großen Her-zens und einer immensen Arbeitsleistung.

Es ging und geht Jörg Woltmann dabei nicht allein um das Porzellan und seine Tradition. An der KPM hängen Arbeitsplätze ebenso wie ein gutes Stück Berliner Geschichte. Und nicht nur das. Um die Marke zu erhalten, um die Einzigartigkeit Berliner Porzellans zu pflegen und fortzuführen, braucht es auch künstlerischen Sachverstand, muss man bereit sein, alte Techniken und Fertigkeiten in unserer modernen Zeit zu bewahren und weiterzugeben. Das ist Jörg Woltmann gemeinsam mit seinem Mitarbeiterteam in der KPM gelungen. Und das ist ein Beitrag zur Be-wahrung einer schönen Tradition und eines wichtigen Teils unseres kulturellen Erbes.“

Zusammenstellung und Einleitung: Ed Koch

  
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