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paperpress Jugend- und kommunalpolitischer Pressedienst Berlin. Gegründet am 7.4.1976. Gründer und Herausgeber: Ed Koch (verantwortlich für den Inhalt). Chefredaktion: Chris Landmann und Malte Groth. Postanschrift: Postfach 42 40 03 - 12082 Berlin. Hausanschrift: Gottlieb-Dunkel-Straße 26 - 12099 Berlin. Telefon. 705 40 14. Fax: 705 25 11. E-Mail: paperpress@berlin.de. Nachdruck mit Quellenangabe frei. Träger/Verlag: Paper Press Verein für gemeinnützige Pressearbeit in Berlin e.V. Vorstand: Malte Groth, Ed Koch, Chris Landmann (Vorstandssprecher).

Reisen und Veranstaltungen

Die nächste Gedenkstättenfahrt von Paper Press Studienreisen gemeinsam mit dem Landesverband der Berliner SPD findet vom 10. bis 13. Oktober 2010 nach Weimar und Buchenwald statt. Informationen unter www.gedenkstaettenfahrten.de

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"Ich bedauere, dass ich nicht früher in diese Partei eingetreten bin!"
geschrieben von: Redaktion am Freitag, 30. Juli 2010, 13:25 Uhr
paperpress460 
Badr Mohammed (44) saß mit dem damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Islamkonferenz an einem Tisch. Die Begegnung mit Schäuble hat mit dazu beigetragen, dass Mohammed einen vielleicht ungewöhnlichen Schritt vor knapp einem Jahr vollzog. Er trat aus der SPD, die man gemeinhin für Einwandererfreundlich hält aus und in die CDU, der man eine gewisse kritische Haltung zu Einwanderern nachsagt, ein. Dieser Schritt war auch deshalb von besonderem Nachrichtenwert, weil er Bezirksverordneter in Tempelhof-Schöne-berg der SPD war und jetzt der CDU-Fraktion angehört. Dadurch sind beide Fraktionen mit jeweils 18 Mitgliedern gleich groß geworden. Die SPD war zuvor mit 19 Mandaten die stärkere Partei. Diese Verschiebung war aber politisch im Bezirk nicht ganz so dramatisch, weil es eine Zählgemeinschaft zwischen SPD und CDU gibt, von der man inzwischen allerdings kaum noch etwas merkt. In einem Gespräch mit paperpress am 29. Juli 2010 bedauerte Badr Mohammed, nicht schon früher in die CDU eingetreten zu sein. „Ich habe meine Zeit in der SPD verbraten“, schaut er rückwirkend auf die 18 Jahre seiner Mitgliedschaft zurück. Für ihn ist es heute eine große Ehre, Mitglied der CDU zu sein, in einer Partei, in der ihm die Parteiführung und die Basis zuhören. Für ihn ist die „Neue CDU“ unter Frank Henkel, Thomas Heilmann, Bernd Krömer und Burkhard Dregger die einzige Partei, die konkrete Vorstellungen zur Integrationspolitik hat.
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Der rechte Rand ist heimatlos
geschrieben von: Redaktion am Donnerstag, 29. Juli 2010, 11:38 Uhr
paperpress460 
Nicht jeder ultra rechts denkende Mensch leugnet den Holocaust. Die Parteien, die bislang Teile des äußersten rechten Randes in der Gesellschaft bedienten, haben sich inzwischen fast selbst zerlegt. Für viele Konservative sind NPD und REP zu neonazistisch geprägt. Man sucht eine rechte Heimat, in der es um aktuelle Probleme geht, wie kriminelle Jugendliche mit Migrations-hintergrund und die Angst vor Überfremdung. Aussagen in dem Buch von Kirsten Heisig wie: „Bevor die Mütter (von Einwanderern, d.Red.) das letzte eigene Kind gebären, haben sie bereits Enkelkinder“ oder „Die deutschen Großstädte werden aufgrund der demografischen Entwicklung in wenigen Jahren mehrheitlich von den eingewanderten Menschen bevölkert sein“, lösen bei nicht wenigen geradezu Panik aus.
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Filz?
geschrieben von: Redaktion am Dienstag, 27. Juli 2010, 17:12 Uhr
paperpress460 
„Filz ist ein textiles Flächengebilde aus einem ungeordneten, nur schwer zu trennendem Fasergut“, erfährt man bei Wikipedia. Dem „Berliner Filz“ widmet Wikipedia ein eigenes Kapitel. „Der Berliner Filz (auch Berliner Sumpf) ist der Oberbegriff für eine Reihe von Skandalen und Affären im Land Berlin, die aus einer engen Verflechtung von Politik, Wirtschaft und Verwaltung entstanden sind. Er führte seit den 1970er Jahren immer wieder zu Rücktritten von Landespolitikern verschiedener Parteien. Die bekanntesten Fälle waren die Kreisel-Affäre, die Garski-Affäre, der Antes-Skandal und der Berliner Bankenskandal.“
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Nicht so überheblich, bitte!
geschrieben von: Redaktion am Montag, 26. Juli 2010, 15:52 Uhr
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Natürlich ist in Berlin alles viel größer, schöner, sicherer. Schließlich sind wir die Hauptstadt, und schließlich wurde hier die Love-Parade erfunden. Hier gibt es die größte Fanmeile des Universums, und selbst Barack Obama hat noch nie vor so vielen Menschen gesprochen wie damals an der Siegessäule in Berlin. Die Sicherheitsmaßnahmen sind zweifelsohne in Berlin hervorragend. Sie wurden aber noch nie auf eine harte Probe gestellt. Trotz Ausweichmöglichkeiten und zahllosen Zugängen, könnte auch bei uns ein friedliches Fest aus dem Ruder laufen. Wenn Hunderttausende dicht an dicht stehen, könnte ein Funke eine Katastrophe auslösen. Wenn – aus welchem Grunde auch immer – sich die Masse in Bewegung setzt – egal in wie viele Richtungen – werden diejenigen, die zu Boden gehen, überrollt. Es besteht kein Grund zur Überheblichkeit oder zu einem herablassenden Blick auf Duisburg. Tatsache ist, dass wir bisher in Berlin sehr viel Glück hatten.
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Geschäftsführergehälter
geschrieben von: Redaktion am Freitag, 23. Juli 2010, 18:31 Uhr
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„Wie viel verdient der Geschäftsführer einer gemeinnützigen sozialen Organisation im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Berlin?“ Nicht allein die Frage nach den Geschäftsführergehältern der gemeinnützigen Organisationen im Paritätischen Wohlfahrtsverband ist zu stellen, sondern auch die im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg. Der Paritätische hat jetzt eine Studie vorgelegt, aus der Geschäftsführergehälter der Mitgliedsorganisationen hervorgehen. Die Diakonie sollte sich der Erhebung anschließen.
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Kino: Schläfst Du noch, oder träumst Du schon...
geschrieben von: Redaktion am Donnerstag, 22. Juli 2010, 10:30 Uhr
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Über neue Filme zu berichten, ist nicht das Main-Business von paperpress. Es gibt natürlich Ausnahmen, vor allem, wenn Leonardo DiCaprio mitwirkt. Seit Titanic habe ich jeden Film von ihm gesehen, mit wachsender Begeisterung. Ein toller Schauspieler. Schon seinetwegen lohnt sich der Gang ins Kino. Ja, ins Kino, denn diesen Film muss man im Kino gesehen haben. Große Leinwand und eine noch größere Soundanlage, damit die Monumentalmusik von Hans Zimmer (Sherlock Holmes, Batman Begins, The Dark Knight) richtig zur Geltung kommt. Das erste, was ich nach den zweieinhalb Stunden unglaublichen Geschehens auf der Leinwand getan habe, war, bei Amazon die Filmmusik zu bestellen. Ab 30.7.2010 kann ich die CD erwarten, 17,99 Euro. Einen Tag früher kommt INCEPTION in die wohl temperierten Kinos. Vielleicht sollte sich die Deutsche Bahn von den Kinobetreibern mal ein paar Adressen von Klimaanlagenherstellern geben lassen.
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Schafft die Volksentscheide wieder ab!
geschrieben von: Redaktion am Donnerstag, 22. Juli 2010, 10:28 Uhr
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Was haben uns die bisherigen Volksentscheide von Bayern über Berlin nach Hamburg bisher gezeigt? Sie sind ein Instrument der Bildungsbürger, derer, die sich auskennen, die die Zeit und das Wissen haben, sich damit zu beschäftigen, beispielsweise Rechtsanwälte, und Leute, die Geld haben bzw. Geld beschaffen können. Volksentscheide sind nichts für kleine Leute.
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Was für Weicheier!?
geschrieben von: Redaktion am Montag, 19. Juli 2010, 19:14 Uhr
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Dagegen, dass sich jemand beruflich verbessern will, kann man nichts haben. Und so ist Günther Oettinger sein Gang nach Europa ebenso wenig vorzuwerfen wie Christian Wulff sein Karrieresprung von der Leine an die Spree. Es hat auch jeder das Recht, Politik Scheiße zu finden. Manche wissen das vorher, andere brauchen Jahrzehnte, um es herauszufinden. Was ist der Unterschied zwischen Theo Zwanziger und Ole von Beust? Zwanziger überlegt, ob er sich im Oktober zur Wiederwahl stellt. Das ist der richtige Weg. Aber während einer Legislaturperiode aufzugeben, ist weder ein feiner hanseatischer noch ein hessischer Stil. Es ist eine Unkorrektheit gegenüber den Wählern. Schließlich sind Roland Koch und Ole von Beust für eine volle Legislaturperiode angetreten und gewählt worden. Amtsmüde zu sein, oder schlicht von Mutti genug zu haben, ist verständlich. Aber, was sind das für politische Weicheier, die einfach nach Hause gehen? In diese Riege gehört natürlich auch Horst Köhler. Eine übernommene Aufgabe in der Politik führt man gefälligst zu Ende. Gregor Gysi oder Oskar Lafontaine haben sich in dieser Frage auch nicht mit Ruhm bekleckert. Die Bonusmeilenaffäre, deretwegen Gysi schon nach einem halben Jahr Wirtschaftssenator in Berlin zurücktrat, ist geradezu ein niedlicher Grund für einen Amtsverzicht. Und Lafontaines Rückzug, weil Gerhard Schröder nicht lieb genug zu ihm war, ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Was sind das für Kerle, die eine Sache nicht zu Ende bringen? Angela Merkel würde nie auf so einen Gedanken kommen.
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Putzen gegen den "braunen Dreck"
geschrieben von: Redaktion am Montag, 19. Juli 2010, 17:07 Uhr
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Am Samstag, dem 17. Juli 2010, fand im Rathaus Schöneberg (wir berichteten) ein „Parteitag“ von „Pro Deutschland“ statt. Ein Bündnis aus zahlreichen Einzelpersonen, Organisationen und Parteien wirft „Pro Deutschland vor“, „unter dem Deckmantel von Islamkritik, Frauen- und Bürgerrechten…einen rassistischen Konsens in Berlin gesellschaftsfähig zu machen zu wollen. „Pro Deutschland“ sei „eine Koalition aus ‚geläuterten Nazis’ und „Rassisten’“
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"Verpisst Euch!"
geschrieben von: Redaktion am Montag, 19. Juli 2010, 11:34 Uhr
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„Tempelhof-Schöneberg für Demokratie und Toleranz gegen Rassismus, Extremismus und Gewalt.“ Zu der Idee, dieses Transparent über dem Haupteingang des Rathauses Schöneberg anzubringen, kann man dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg nur gratulieren. Ein gutes und sichtbares Zeichen. Ebenso ist es zu würdigenden, dass die Deutschland- und Berlin-Flagge und die Bezirkswappen hinter dem Präsidiumspult im BVV-Saal für den so genannten Parteitag von „Pro Deutschland“ am 16. Juli abgehängt wurden. Dirk Stegemann, der Sprecher des Bündnisses, das am 16. Juli die Demo vor dem Rathaus veranstaltete, kam am 19. Juli mit einer Schar von Helferinnen und Helfern ins Rathaus, um dieses symbolisch von dem politischen Schmutz zu befreien, den „Pro Deutschland“ hinterlassen hatte. Sie kamen allerdings bei dieser Aktion nur bis zur Eingangstür des BVV-Saales. Ein Betreten hat ihnen der zuständige Stadtrat Bernd Krömer untersagt, wie uns Dirk Stegemann mitteilte. Krömer befindet sich im Urlaub und war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
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